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Weltrekord 100m Apnoe unter Eis

WeissenseeAm 6. Februar 2010 fand am Weissensee in Kärnten der dritte Weltrekordversuch von Christian Redl im Apnoe -Streckentauchen statt. Nach 90 m unter Eis im Jahr 2003 und 93 m im Jahr 2009 tauchte Christian Redl dieses Jahr erfolgreich und begleitet von großem Medienrummel die angesagten 100m unter Eis mit nur einem Atemzug.

Auch bei diesem Rekordversuch vertraute der Extremsportler, wie schon in den Jahren zuvor, auf die Fähigkeiten und Erfahrung der Wasserrettung Mödling, die er mit der Sicherung dieses Events, sowohl ober als auch unter Wasser, beauftragt hat.

 

 


Bereits lange vor dem Event beginnt für die Einsatzleitung die Planung und Vorbereitung für den reibungslosen und effizienten Ablauf dieser Veranstaltung. Das Sicherungsteam bestehend aus Sicherungstauchern, Sanitäter und Einsatzleitung trifft am Mittwoch den 4.2.2010, drei Tage vor dem geplanten Rekordversuch, gemeinsam mit dem Athleten am Weissensee ein.

Am Donnerstag wird die Strecke auf der 27 cm dicken Eisschicht des Sees vermessen. Das 2x2m große Einstiegsloch wird geschnitten, danach die weiteren Löcher auf Höhe 50m, 75m und 100m, wobei das 100m Loch dieses Jahr nahe einer Brücke platziert wird, um den Zuschauern die bestmögliche Sicht zu gewährleisten. Die Eistauchzone wird umfangreich mit Absperrbändern abgesichert, danach legen zwei Einsatztaucher unter Wasser in einer Tiefe von 2,5m eine Orientierungsleine vom Einstiegsloch bis zum 100m Loch. Am Nachmittag macht Christian Redl seinen ersten Trainingstauchgang über 50m.

Am Freitag steht zunächst die Kontrolle der Eistauchstrecke auf dem Programm, danach beginnt für das Sicherungsteam die Medienbetreuung mit den zwischenzeitlich eingetroffenen Kamerateams und Journalisten. Es werden Sicherheitseinweisungen erteilt und die bevorstehenden Abläufe erklärt, sowie zahlreiche Interviews gegeben, während sich Christian Redl auf seinen letzten Trainingstauchgang vorbereitet. Das letzte Training ist exakt so angelegt, wie der geplante Weltrekordversuch, die Strecke beträgt 75 m.

Der Samstag beginnt mit einer kleinen Überraschung: entgegen dem Wetterbericht hat es über Nacht heftigen Schneefall gegeben und das Sicherungsteam hat alle Hände voll zu tun, die Eistauchstrecke rechtzeitig vor dem Rekordversuch von der Schneedecke zu befreien, um für bessere Sichtverhältnisse unter Wasser zu sorgen. Gegen 11 Uhr trifft Christian Redl an der Eistauchstrecke ein und beginnt im bereitstehenden Wohnwagen mit seiner Vorbereitung. Die Sicherungstaucher nehmen ihre Positionen auf 25, 50, 75 und 100m ein. In der Zwischenzeit hat sich eine beträchtliche Zahl an Zuschauern eingefunden und die zahlreichen Kamerateams haben sich in Position gebracht.

Voll konzentriert begibt sich Christian Redl um 12 Uhr 30 zum Einstiegsloch. Nach den letzten Atemvorbereitungen im 2°C kalten Wasser, holt er noch einmal tief Luft und taucht vor den Augen der jubelnden Menge ab. Problemlos passiert er die ersten Sicherungstaucher und ab 75m wird er, auf dem letzten, härtesten Teil der Strecke zusätzlich von Jaromir Foukal, seinem Apnoe-Trainingspartner und Freund bis zum 100m Loch begleitet. Unter dem tosenden Applaus der Menge taucht Christan Redl mit letzter Kraft nach 1 Minute und 25 Sekunden und einem neuen Weltrekord auf.

Wir gratulieren Christian Redl zum neuen Weltrekord

Mit dabei waren:

Thomas Holzmann Einsatzleitung

Gabriele Breicha Sicherungstaucher

Hubert Stürzenbecher Sicherungstaucher

Manfred Hauer Sicherungstaucher, Sanitäter